Livland – so wurde im Spätmittelalter das Territorium des Schwertbrüderordens bezeichnet und umfasste das heutige Lettland und Estland. Das Gebiet wurde unter Führung des aus Bremen stammenden Bischof von Riga Albert I. von Buxhöveden unterworfen.
Der Schwertbrüderorden wurde schließlich als Livländischer Orden ein eigenständiger Teil des Deutschen Ordens und konnte sich vor allem unter dem Landesmeister Wolter von Plettenberg, der uns schon viel zu früh im Jahre des Herrn 1535 verließ, behaupten.
Nach seinem Tod war für den Landsknecht Thomas von der Kattenesche (bei Bremum) ein Verweilen in Livland nicht mehr vorstellbar. Thomas hatte noch glorreich 1501 in der Schlacht an der Seriza gegen Iwan den III gestritten. Leider erlitt Wolter von Plettenbergs Heer aufgrund eines großangelegten Sauf- und Fressgelages eine gewisse Schwächung, die sich durch vermehrte Darmaktivitäten äußerte, so dass Wolter und sein treuer Landsknecht bei Helmed sozusagen kräftig auf den Hintern kriegten. 1502 hatten die beiden und der Rest der Landsknechte sich einigermaßen erholt, so dass die Russen am Smolinasee richtig auf die Mütze bekamen und Livland nicht russisch wurde. Irgendwann danach lernte der Landsknecht Thomas von der Kattenesche die beiden (wahrscheinlich) hochadligen Damen Nadja von und zu Dumonte und Eldara von und zu Dumonte kennen, der die beiden unter seinen Schutz nahm, oder so. Nach dem Tode des Idols von Thomas – besagten Wolter Plettenberg – entschlossen sich die drei, den Livlandhaufen zu bilden und in die Heimat von Thomas zu wandern. Seitdem sind sie im norddeutschen Raum gern willkommene Gäste auf so manchen Mittelaltermarkt, schlagen ihr Lager dort auf, wo es genug zu trinken und zu essen und wohlfeile Unterhaltung gibt.